Mascara - welches Bürstchen nehme ich denn?

Während vor einiger Zeit der Fokus auf den Augenbrauen lag, stehen aktuell die Wimpern im Rampenlicht. Wer wünscht sich nicht einen bezaubenden Augenaufschlag? Mit Mascara können Wimpern verdichtet, verlängert und/oder definiert werden und mit wenig Aufwand kann so ein toller Effekt erzielt werden. Getuschte Wimpern betonen die Augen und lassen sie größer und ausdrucksstärker wirken. Doch welches Mascara-Bürstchen erzielt welchen Effekt? Und wie findet man die für sich passende Bürte bzw. Wimperntusche?

Wimperntusche von Lily Lolo, Honeybee Gardes und Living Nature mit unterschiedlichen Bürstenformen

Hinweis: Dieser Beitrag wurde im März 2017 veröffentlicht und zuletzt im Dezember 2021 aktualisiert.

Mascara-Bürstchen für dichtere, volumniösere Wimpern

Wenn ihr euch einen natürlichen Look, aber etwas mehr Volumen für eure Wimpern wünscht, ist ein klassisches Bürstchen immer eine gute Wahl. Bei der klassischen Spirale werden die Kunstfasern in einen Draht gekordelt, dabei sind viele Variationen möglich – kurz und lang, dicht und spärlich etc. Mit dieser Bürstenform erzielt man stets ein gutes Ergebnis und mehr Volumen, da durch die dichten Borsten die einzelnen Wimpern gut erfasst und mit Mascara benetzt werden. Durch die meist starre oder lange Form der Bürste, erreicht man auch die kürzeren Härchen am Ansatz gut.

 

Hier ein paar Beispiele:

Mascara von Living Nature mit klassischem, vorne verjüngten Bürstenkopf.

Den ausführlichen Blogpost zu der Mascara von Living Nature findet ihr hier.  Das lange schmale Bürstchen erfasst mit dem vorderen, verjüngten Bürstenkopf auch die feinen Wimpern am inneren und äußeren Augenwinkel. 

Konische Bürstchen mit spiralförmig angeordneten Borsten sorgen dafür, dass viel Farbe auf die Wimpern kommt, schenken Volumen und sorgen für mehr Dichte und eine gute Trennung.

Je dichter die Borsten bei dieser Bürstchenform stehen, umso mehr Volumen wird erzeugt. Für einen besonders natürlichen Look empfiehlt es sich außerdem, dunkelbraune statt schwarze Wimperntusche zu wählen.

Bei mir hat diese Mascara einen sehr natürlichen Effekt erzeugt, was ich sehr schön finde. Manchmal hätte ich mir aber auch etwas mehr Volumen gewünscht.

 

Truly Natural Mascara von Honeybee Gardens mit konischem Bürstchen

Die Truly Natural Mascara von Honeybee Gardens habe ich euch hier ausführlich vorgestellt. Auch dieses Bürstchen hat eine konische Form, die Borsten sind hier aber wesentlich dichter angeordnet, als bei der Mascara von Living Nature. Dadurch wird mehr Tusche aufgenommen und auf die Wimpern gebracht, so dass sie dichter wirken.

Die längeren Borsten am Ende der Bürste erreichen auch den äußeren Wimpernkranz und die feinen Wimpern am inneren Augenwinkel. Dadurch wirken die Wimpern intensiv getuscht, voluminöser und der Wimpernkranz wird optisch verdichtet.

Lily Lolo Black Natural Mascara in weißer Tube

Die Black Natural Mascara von Lily Lolo wurde mir von Gina empfohlen. Vielen Dank dafür, dass war wirklich ein super Tipp! Wesentliches Kriterium ist für mich absolut die Haltbarkeit der Wimperntusche, da ich mich darauf verlassen können muss, dass ich nicht ab mittags mit Pandaaugen rumlaufe :)

Die Mascara von Lily Lolo ist tiefschwarz und bleibt den ganzen Tag dort, wo sie hingehört, nämlich auf den Wimpern. Auch bei herzlichem Gelächter und sportlichen Aktivitäten verläuft sie nicht! Das Bürstchen ist ähnlich wie das der Truly Natural Mascara, die Borsten sind aber noch etwas dichter angeordnet, so dass noch mehr Farbe auf die Wimpern gebracht und mehr Volumen erzeugt werden kann.

Ihr bekommt die Mascara ab ca. 15 € z.B. bei AmazonLily Lolo Black Natural Mascara in weißer Tube oder über den Douglas Online-Shop.

Mascara-Bürste in Sanduhr-Form

Diese Bürstenform ist - wie der Name schon sagt - in der Mitte des Bürstchens verjüngt und vorne und hinten dicker. Daher eignet sich diese Form ideal für alle mit weniger dichten Wimpern, denn mit ihrer dünnen Mitte erreicht sie jedes kleine Härchen. Außerdem sorgt sie direkt am Ansatz für Volumen.

Lily Lolo Big Lash Natural Mascara mit sanduhrförmiger Bürste

Noch relativ neu auf dem Markt ist die Big Lash Natural Mascara von Lily Lolo, die ich natürlich auch direkt ausprobieren musste! Die innovative Formulierung soll Volumen und Verlängerung bieten, die den ganzen Tag halten soll.

Auch das Bürstchen bekam ein einzigartiges Design, um sicherzustellen, dass selbst die letzte Wimper optimal mit Mascara überzogen und getrennt wird. Die vegane Wimperntusche kommt dabei ganz ohne synthetische Inhaltsstoffe oder Duftstoffe aus und ist daher auch für empfindliche Augen geeignet. Darüber hinaus pflegt sie die feinen Wimpernhärchen mit Sonnenblumenwachs, Olivenöl, Jojoba, Caranaubawachs und Reiskleiewachs.

Mit der Anwendung der Big Lash Natural Mascara kam ich super zurecht, der Auftrag war einfach und unkompliziert und mit dem Ergebnis war ich zufrieden, auch wenn zwischen den Ergebnissen der beiden Lily Lolo Mascaras keine Welten liegen. Allerdings konnte mich die Haltbarkeit dieser Mascara nicht überzeugen. Vielleicht büßt man mit der zusätzlichen Pflege auch etwas Haltbarkeit ein. Ich werde daher bei der Black Natural Mascara von Lily Lolo in der weißen Tube bleiben!

Die Mascara ist für 15 - 20 € bei Amazon und normalerweise auch bei Douglas oder Ecco Verde erhältlich, dort scheint es aktuell (Dezember 2021) aber Lieferschwierigkeiten zu geben.

XL Volumenbürsten für den dramatischen Look

Fresh Cucumber Volume Mascara von SANTE

Extra große Bürsten, wie z.B. die der Fresh Cucumber Volume Mascara von SANTE, geben extra viel Tusche ab und sorgen so für einen dramatischen Look und intensiv gefärbte Wimpern.

Diese XL-Bürsten eignen sich besonders gut für alle, die von Natur aus viele und lange Wimpern haben, denn die einzelnen Härchen können von der buschigen Tusche leichter erfasst werden, als kurze Wimpern.

Das Tuschen meinen normal-kurzen Wimpern hat sich dann auch als schwieriger, als erwartet dargestellt. Beim Versuch die Bürste am Wimpernansatz anzusetzen, stoße ich immer wieder mit der XL-Bürste gegen das Auge. Auch nach mehreren Wochen Übung will es einfach nicht unfallfrei klappen... und ohne Wimpernzange stellt sich bei meinen Wimpern auch leider kein Schwung ein.

Zudem sind die kurzen, feinen Härchen am unteren Wimpernkranz mit der dicken Bürste schwierig zu erfassen – Farbklekse sind so gut wie vorprogrammiert.

Da sich die Mascara ab mittags auch noch in Form von kleinen schwarzen Flusen unter den Augen absetzt, gibt es von mir dafür weiteren Punktabzug.

Die Mascara von SANTE ist fast überall für ca. 9 € erhältlich.

 

Für mich hat diese Mascara leider nicht die passende Bürstenform... aber vielleicht habt ihr andere Erfahrungen mit der Fresh Cucumber Volume Mascara von SANTE gemacht?

Wimpern-Basics

Wimpernzange benutzen

Während konventionelle Mascaras auch curlen, Katzenaugen verleihen oder Flügelschwünge zaubern können und mit ausgefallenen Bürstchenformen daherkommen, muss man bei NK Mascara in der Regel mit der Wimpernzange für den gewünschten Schwung sorgen.

Vor dem Tuschen sanft das Lid anheben, die Zange dicht am Wimpernkranz ansetzen und 10 Sekunden kräftig zusammendrücken. Dann einige Millimeter herausziehen und nochmal zusammendrücken. Fertig!

Flügelschwung ganz ohne bedenkliche Inhaltsstoffe!

 

Nicht pumpen

Ihr solltet vor dem Gebrauch KEINE Pump-Bewegungen mit dem Bürstchen auszuführen, da durch das Pumpen Luft in den Behälter gedrückt wird, was die Tusche austrocknen lässt. Besser ihr dreht das Bürstchen in der Tube.

 

Produktrest nicht an der Öffnung abstreifen

Eine weit verbreitete Angewohnheit ist es auch, den Produktrest an der Bürstenspitze an der Tubenöffnung abzustreifen. Das hat leider zur Folge, dass das getrocknete Produkt bei der nächsten Benutzung in die Tube geschoben und dort verteilt wird. Tupft die Bürtenspitze lieber kurz auf einem Kosmetiktuch ab.

 

Die richtige Menge

Wer sich ein besonders natürliches Ergebnis wünscht, wird wahrscheinlich mit einem Auftrag auskommen.

Wünschst du dir einen dramatischeren Augenaufschlag, können mehrere Schichten Mascara übereinander aufgetragen werden. Damit deine Wimpern dabei nicht verklumpen oder sich unschöne Fliegenbeine bilden, solltest du nicht mehr als zwei Schichten Mascara übereinander auftragen. Wichtig: Die erste Schicht sollte vor dem Auftragen der nächsten noch nicht getrocknet sein. Denn bereits getuschte Wimpern nochmals tuschen führt immer (!) zu klebrigen Päckchen. Fliegenbeine garantiert!

 

Regelmäßig Produkt austauschen

Grundsätzlich sollte eine Wimperntusche alle 6 Monate ausgetauscht werden. Durch das tägliche Öffnen können schnell Bakterien in die Tube gelangen, die zu Rötungen, Reizungen oder sogar Gerstenkörnern führen können. Daher gönnt euch am besten alle 6 Monate eine neue Wimperntusche.

Die Faustregel

Je kürzer die Wimpern, desto kürzer sollten auch die Borsten sein. Mit Kamm- und Gummibürsten lassen sich Wimpern besser trennen und definieren. Spiral- oder Faserbürsten verteilen mehr Tusche auf den Wimpern und sorgen so für mehr Fülle.

Mein Fazit

Alle gezeigten Wimperntuschen kann ich euch grundsätzlich empfehlen, bei den drei Mascara mit dem klassischen Bürstchen kann ich die Haltbarkeit wirklich mit "sehr gut" bewerten. Den natürlichsten Look hat bei mir die schwarz-braune Mascare von Living Nature gezaubert, einen "dramatischen" Augenaufschlag die von Lily Lolo. Schön schwarz und trotzdem natürlich war das Ergebnis mit Honeybee Gardens. Die klassischen Bürstchen unterscheiden sich nur wenig, bei allen handelt es sich um Spiralbürsten, mit mehr oder weniger dichten Borsten.

Nachdem ich in der konventionellen Kosmetik so lange nach "meiner" Wimperntusche gesucht habe, habe ich in der Naturkosmetik gleich mehrere richtig gute Mascara gefunden!

 

Kennt ihr eine empfehlenswerte NK Mascara mit Kammbürstchen oder einer anderen ausgefallenen Bürstenform kennt, lasst es mich wissen!

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